Was finde ich hier?
97.148 Badestellen in 232 Ländern auf einer Karte: 69.432 Badegewässer — Küste, Seen, Flüsse — und 27.716 Frei- und Hallenbäder. Was zu einer Stelle dasteht, richtet sich nach dem Gewässer: An der Nordsee die Gezeiten, an überwachten Badegewässern die EU-Einstufung der Wasserqualität, in den Niederlanden, in Irland, in Nordirland und in Hongkong behördliche Warnungen, dazu Wassertemperatur und Wetter, wo es echte Messwerte gibt, und beim Bad Öffnungszeiten, Anschrift und Telefonnummer. Wo wir etwas nicht wissen, steht das auch so da — Lücken werden benannt, nicht gefüllt.
Wie finde ich eine Badestelle in meiner Nähe?
Am schnellsten über die Karte: hineinzoomen, und die Punkte in der Umgebung stehen einzeln da. Oben links kannst du direkt auf der Karte filtern — Hunde, FKK, ohne Warnung, Badesee, Küste, Fluss, Freibad, Hallenbad, Schwimmbad — und nach Ort oder Namen suchen. Ein Tipp auf einen Punkt öffnet die Kurzauskunft, „Alle Angaben ansehen“ die ganze Seite. Wer lieber stöbert: auf der Startseite „Regionen durchblättern“.
Was bedeutet die Wasserqualität?
Behörden messen an überwachten Badegewässern regelmäßig Darmbakterien (E. coli und Enterokokken). Aus vier Badesaisons zusammen entsteht die Einstufung: ausgezeichnet, gut, ausreichend oder mangelhaft. Sie beschreibt also die Vergangenheit, nicht den heutigen Tag — bei einer aktuellen Warnung oder einem Schild vor Ort gilt das Schild. Bei 22.395 der 69.432 Badegewässer liegt uns eine Einstufung vor; Bäder fallen nicht unter die Richtlinie und haben deshalb keine.
Was heißt „nicht überwacht“?
Dass die Stelle nicht unter die EU-Badegewässerrichtlinie fällt: Dort zieht niemand regelmäßig Wasserproben, und es gibt keine Einstufung. Das betrifft zwei Gruppen. 39.015 Badeplätze und Hundestrände kommen aus OpenStreetMap — Ortskundige haben sie dort eingetragen, eine Behörde führt sie nicht. Weitere 1.648 Strände führt eine Behörde durchaus, aber ausdrücklich nicht als Badegewässer: Sie stehen mit Namen und Lage im amtlichen Verzeichnis, beprobt wird dort trotzdem nicht. Wir schreiben deshalb „amtlich, nicht beprobt“ dran statt „nicht überwacht“. Beides heißt nicht „gefährlich“, sondern „ungeprüft“: Über die Wasserqualität können wir dort schlicht nichts sagen. Wir kennzeichnen solche Stellen auf der Karte und auf ihrer Seite.
Woher kommen Warnungen — und warum nicht überall?
Es gibt sie dort, wo eine Behörde einen laufenden Status veröffentlicht, den man abfragen kann — bisher in vier Ländern. Die niederländischen Provinzen führen für jeden Badeplatz einen Status: Warnung, vom Baden wird abgeraten, Badeverbot oder „wird untersucht“; den holen wir zweistündlich. Irland meldet amtliche Sperrungen mit Bescheid als PDF. Nordirland veröffentlicht das Ergebnis der Wochenprobe; steht dort „kein Baden“, zeigen wir das während der Badesaison an. Hongkong bewertet seine 40 ausgewiesenen Strände wöchentlich in vier Stufen; die beiden schlechten zeigen wir an, die beiden guten nicht — sonst stünde bei fast jedem Strand eine Warnung. Derzeit sind 202 Stellen betroffen, der häufigste Grund sind Blaualgen. Für Deutschland, Dänemark und die übrigen britischen Landesteile haben wir keine laufend abfragbare Quelle gefunden — die Bundesländer, die dänischen Kommunen und die britischen Behörden veröffentlichen ihre Badegewässerkarten nur als Webseite. Deshalb steht dort keine Warnung, und das heißt ausdrücklich nicht, dass es keine gibt. Vor Ort gilt immer das Schild.
Warum sehe ich manchmal keine Wassertemperatur?
Weil in der Nähe nichts gemessen wird. Wir zeigen nur echte Messwerte und schreiben immer dazu, wo sie herkommen und wie weit weg das ist — bei 50.985 Stellen ist das derzeit der Fall. Am Meer nehmen wir eine Messstelle bis 20 Kilometer, weil sich Meerwasser großräumig durchmischt; an See und Fluss nur bis 2 Kilometer, denn ein Flusspegel sagt über den See daneben nichts. In beheizten Becken zeigen wir gar keine. Für Dänemark haben wir keine Quelle, die laufend Wassertemperaturen liefert: Das dänische Netz führt das Feld, aber es blieb über zwei Monate durchgehend leer.
Woher kommen die Angaben zu Frei- und Hallenbädern?
Aus OpenStreetMap. Von den 27.716 Bädern haben 11.726 eine Anschrift, 6.633 eine Website, 4.024 Öffnungszeiten und 3.719 eine Telefonnummer. Bei 2.992 stammt die Anschrift aus der Rückwärtssuche — sie nennt die nächstgelegene bekannte Hausnummer, die auch beim Nachbargrundstück liegen kann; dort steht ein Hinweis dabei. Öffnungszeiten sind der wackeligste Teil: Sie werden von Freiwilligen gepflegt, Saison- und Ferienzeiten ändern sich laufend. Vor der Fahrt beim Betreiber prüfen — die Website steht dafür daneben.
Wo gibt es Gezeiten, und warum nicht überall?
Bei 325 der 97.148 Stellen, und nur dort, wo ein Pegel in der Nähe steht, dessen Rechnung wir nachgeprüft haben: an der deutschen Nordseeküste, der niederländischen Küste und im dänischen Wattenmeer. Eine Stelle bekommt eine Tidetafel genau dann, wenn ein Pegel in Reichweite zwei Schranken besteht — Zeitgüte höchstens 60 Minuten und Tidenhub mindestens 40 Zentimeter. An der Ostsee reißt jeder Pegel die Hubschranke, dort gibt es deshalb keine Gezeiten zu sehen, und wir behaupten auch keine. Dasselbe an der dänischen Nordwestküste: Bei Hanstholm und Hirtshals sind es nur etwa 70 Zentimeter, der Wind überdeckt die Gezeit — eine minutengenaue Zeit wäre dort Scheingenauigkeit. Nachgemessen und deshalb weggelassen.
Wie genau sind die Zeiten?
Die berechnete Gezeit selbst ist astronomisch exakt — sie folgt dem Lauf von Mond und Sonne. Was der Pegel wirklich zeigt, weicht davon ab, weil Wind und Luftdruck Wasser in die Deutsche Bucht drücken oder herausziehen. Wir prüfen das täglich nach: Dazu halten wir die letzten fünf Messtage zurück, rechnen ohne sie und vergleichen anschließend. Bei jeder Badestelle steht der Wert, der dabei für ihren Pegel herauskommt. Über alle 33 Pegel liegt er im Mittel bei 20 Minuten, im besten Fall bei 2, im schlechtesten bei 43.
Warum ist die Genauigkeit nicht überall gleich?
Weil die Pegel unterschiedlich gut zu berechnen sind. In Zeeland liegt der übliche Fehler bei ein bis zehn Minuten, an der offenen niederländischen Küste bei zehn bis zwanzig, bei Den Helder dagegen bei rund fünfzig — dort ist die Strömung im Marsdiep besonders verwickelt. Bei jeder Badestelle steht der Wert, der für ihren Pegel gemessen wurde. Wir schönen ihn nicht.
Warum steht beim BSH eine andere Zeit?
Meist sind es wenige Minuten, und die kommen aus dem Windstau: Das BSH rechnet für heute und morgen das aktuelle Wetter mit ein, wir rechnen die reine Gezeit. Größere Unterschiede entstehen, wenn das BSH sich auf einen anderen Ort bezieht — „Husum Schleuse“ ist nicht dasselbe wie der Pegel am Hafen. Für Wattwanderungen, Bootsfahrten und alles, wo es auf Zentimeter ankommt, gelten die amtlichen Angaben des BSH.
Warum sind die Höhenangaben andere als in der Gezeitentafel?
Weil dieselbe Wasseroberfläche je nach Bezugsfläche verschiedene Zahlen bekommt. Wir zeigen Höhen über Normalhöhennull, die amtlichen Gezeitentafeln rechnen ab Seekartennull, das mehrere Meter tiefer liegt — dort stehen deshalb größere Zahlen für dasselbe Wasser. Unter jeder Badestelle kannst du zwischen NHN, Pegelnull und Mittelwasser umschalten.
Was bedeutet „mehr Wasser als berechnet“?
Das ist der gemessene Windstau — nicht geschätzt, sondern der Unterschied zwischen dem, was der Pegel gerade zeigt, und dem, was die reine Gezeitenrechnung ergibt. Auflandiger Wind drückt zusätzliches Wasser an die Küste und lässt Hochwasser etwas früher eintreten, ablandiger Wind zieht Wasser heraus und verzögert es. Steht dort ein größerer Wert, weißt du, dass die berechneten Zeiten heute mit Vorsicht zu nehmen sind.
Kann ich einen Tag in der Zukunft ansehen?
Ja, jeden Tag bis zum 16. August 2028. Bei jeder Gezeitenstelle findest du unter „Einen anderen Tag ansehen“ eine Schnellwahl für Morgen und das kommende Wochenende sowie ein Datumsfeld. Du bekommst die Tageskurve und alle Hoch- und Niedrigwasser dieses Tages — und einen Link, den du weitergeben kannst. Wähle „Baden“ oder „Wattwandern“, dann hebt die Seite die jeweils passende Gezeit hervor. Was sich für einen Tag in der Zukunft nicht berechnen lässt, ist das Wetter: Wind und Luftdruck verschieben Zeiten und Höhen zusätzlich.
Kann ich damit eine Wattwanderung planen?
Die Zeiten helfen dir bei der Vorüberlegung, aber sie sichern keine Wattwanderung ab. Im Watt entscheiden Priele, Windrichtung und örtliche Gegebenheiten darüber, wann das Wasser zurückkommt — oft deutlich anders, als eine berechnete Zeit für den nächsten Pegel vermuten lässt. Geh nur mit ortskundiger Führung ins Watt und richte dich nach den amtlichen Angaben des BSH.
Woher wisst ihr, ob Hunde erlaubt sind oder FKK gilt?
Aus OpenStreetMap — dort tragen Ortskundige solche Regeln ein, und wir übernehmen ausschließlich, was an der Stelle selbst vermerkt ist. Angaben von Nachbarstränden nehmen wir nicht: Ein Hundestrand ein paar hundert Meter weiter heißt nicht, dass hier Hunde erlaubt sind. Hundestrände und FKK-Abschnitte sind meist eigene Flächen neben dem Hauptstrand — wir führen sie deshalb als eigene Badestellen. Eingetragen ist es längst nicht überall: Zu Hunden liegt uns bei 475 von 97.148 Stellen eine Angabe vor, zu FKK bei 1.006. Steht bei einer Badestelle nichts, wissen wir es schlicht nicht — es bedeutet weder erlaubt noch verboten. Der Filter zeigt deshalb nur, was ausdrücklich vermerkt ist. Maßgeblich bleibt in jedem Fall die Beschilderung vor Ort, zumal viele Gemeinden zwischen Bade- und Winterhalbjahr andere Regeln haben. Stimmt bei dir etwas nicht? Auf jeder Badestelle findest du unten „Änderung zu dieser Stelle melden“.
Woher kommen die Daten?
Welche Badegewässer es gibt und wie sie eingestuft sind, kommt aus dem Badegewässerverzeichnis der Europäischen Umweltagentur — also aus den Meldungen der Länder selbst. Für Irland und Großbritannien kommt es unmittelbar von den Behörden dort: von der irischen Umweltbehörde EPA, die auch amtliche Sperrungen in Echtzeit meldet, und von den Umweltbehörden der britischen Landesteile — Environment Agency für England, Natural Resources Wales, SEPA für Schottland und die nordirische DAERA, die wöchentlich beprobt und dort, wo es nötig ist, vom Baden abrät. Für die Vereinigten Staaten kommt das Verzeichnis der Badestrände von der US-Umweltbehörde EPA (BEACH-Programm) — dort gibt es keine Jahreseinstufung, also zeigen wir keine. Die niederländischen Warnungen kommen von zwemwater.nl, dem Portal der Provinzen, die Hongkonger Wochennoten von der dortigen Umweltschutzbehörde EPD. Bäder, Badeplätze und Merkmale wie Hunde oder FKK stammen aus OpenStreetMap, ebenso die Karte selbst. Die Wasserstände messen die Pegel der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (PEGELONLINE), dazu kommen der dänische Wetterdienst DMI und Rijkswaterstaat für die Niederlande; daraus bestimmen wir die Tidenanteile und rechnen zwei Jahre voraus. Wassertemperaturen liefern PEGELONLINE und Rijkswaterstaat. Das Wetter kommt für Deutschland vom Deutschen Wetterdienst, für die Niederlande und Dänemark vom norwegischen Meteorologischen Institut. Orts- und Regionsnamen stammen aus den Verwaltungsgrenzen von GISCO/Eurostat, wo es sie gibt — außerhalb der EU aus GeoNames, das auch die Postleitzahlensuche trägt (CC BY 4.0). Alle Quellen sind offen zugänglich — wir haben mit keiner einen Vertrag, und keine bekommt zu sehen, wer diese Seite benutzt.
Meine Badestelle fehlt oder der Punkt sitzt falsch.
Fehlt sie ganz, melde sie uns über „Badestelle melden“ — mit Karte, auf der du die Stelle genau setzen kannst. Kennen wir sie schon und es stimmt nur etwas nicht, ist der kürzere Weg der Knopf „Änderung zu dieser Stelle melden“ unten auf ihrer Seite: Der weiß dann bereits, welche gemeint ist. Wir prüfen jeden Vorschlag von Hand. Bei fünf Stellen steht der Punkt bisher nur ungefähr; dort weist die Seite selbst darauf hin.
Was heißt „12× gemerkt“ bei einer Badestelle?
Dass so oft auf den Stern getippt wurde. Es ist eine Summe über alle Tage, keine Personenzahl: Dieselbe Person kann zweimal zählen, und wer eine Stelle wieder entfernt, zieht nichts ab. Wer getippt hat, weiß die Zählung nicht — sie kennt nur Tagessummen je Badestelle, ohne Cookie, ohne Kennung, ohne IP-Adresse. Gezählt wird erst seit August 2026; was vorher gemerkt wurde, lag allein im Cookie des Besuchers, und den lesen wir nicht aus. Deshalb steht die Zahl erst da, wenn sie eine Größenordnung nennt — bei einzelnen Merkungen bleibt sie aus, weil sie dann nichts aussagt.
Wo werden meine gemerkten Badestellen gespeichert?
In einem Cookie auf deinem Gerät — nicht bei uns. Es gibt kein Konto und keine Anmeldung. Der Preis: Löschst du die Cookies dieser Seite, ist die Liste weg. Deshalb kannst du sie unter „Merkliste“ als Link sichern und damit auch weitergeben.
Warum sehe ich kein Zustimmungsfenster für Cookies?
Weil es nichts zuzustimmen gibt. Wir setzen nur Cookies, die die Seite selbst braucht, binden keine Werbenetzwerke ein und laden auch die Kartenkacheln über unseren eigenen Server, damit dein Gerät keinen fremden Dienst kontaktiert.
Fragt die Seite meinen Standort ab?
Nur wenn du es selbst antippst — „Badestellen in meiner Nähe“ auf der Startseite oder das Standortsymbol auf der Karte. Dein Browser fragt dich dann um Erlaubnis. Die Koordinaten dienen allein dazu, die nächstgelegenen Badestellen zu berechnen; gespeichert oder protokolliert werden sie nicht.
In welchen Sprachen gibt es die Seite?
In zehn: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Griechisch, Russisch, Niederländisch und Dänisch. Welche du siehst, richtet sich nach der Sprache deines Geräts und, wenn die uns nichts sagt, nach dem Land, aus dem du kommst; kommst du aus einem Land, dessen Sprache wir nicht sprechen, bekommst du Englisch. Umschalten kannst du jederzeit unten auf jeder Seite oder in den Einstellungen. Übersetzt sind Bedienung, häufige Fragen und Glossar — in den sechs neuen Sprachen die Oberfläche vollständig, längere Erklärtexte kommen dort auf Englisch. Namen von Badestellen und Orten bleiben, wie sie vor Ort heißen, und behördliche Warntexte geben wir so wieder, wie die Behörde sie meldet. Impressum und Datenschutzerklärung gelten in ihrer deutschen Fassung.